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01.01.1999Mars Polar Lander startet am 3. Januar 1999    

Wenn - voraussichtlich am 3. Januar 1999 - die NASA ihren Mars Polar Lander auf die ca. 11monatige Reise zum Nachbarplaneten schickt, werden zwei Geräte mit an Bord sein, an deren Entwicklung und Bau das Max-Planck-Institut für Aeronomie (MPAE) in Katlenburg-Lindau maßgeblich beteiligt war. Die beiden Kameras, der Stereo Surface Imager (SSI) und die Robotic Arm Camera (RAC), gehören zur Instrumentengruppe MVACS (Mars Volatiles and Climate Surveyor), die die Umweltbedingungen des Mars erforschen und im Marsboden nach gefrorenen Resten des früher vermutlich reichlich vorhandenen Wassers suchen soll. Da diese Suche vor allem in den kalten Regionen sinnvoll ist, wurde als Landeplatz ein Gebiet in Südpol-Nähe ausgewählt.

Die Kamera SSI ist ähnlich dem Imager for Mars Pathfinder (IMP) der vorangegangenen Mars Pathfinder-Mission. Sie wurde an der Universität in Tucson (Arizona) mit deutscher Beteiligung entwickelt. Das MPAE lieferte den weltraumtauglichen CCD-Sensor (die "Netzhaut" der Kamera) sowie die Ausleseelektronik. SSI soll nicht nur Bilder des Landeplatzes und der Atmosphäre zur Erde übermitteln, sondern auch die Grabarbeiten des am Lander angebrachten Baggerarms (Robotic Arm) sowie weitere Instrumente beobachten.

Die Miniatur-Kamera RAC, ebenfalls mit CCD, wurde mit allen optischen, mechanischen und elektronischen Teilen am MPAE entwickelt und gebaut. Sie ist am Baggerarm befestigt, blickt direkt in die Baggerschaufel und soll die vom Roboterarm ausgegrabenen Bodenproben mikroskopisch untersuchen. Deren aktive Beleuchtung mit Licht unterschiedlicher Farben ermöglicht die Herstellung von Farbbildern. RAC kann bei weggeklappter Schaufel auch Bilder von der Oberfläche machen, unter Umständen mittels Mehrfachpositionierung des Roboterarms auch Stereoaufnahmen.


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