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31.10.2006Hubble wird repariert    

Eigentlich war das Schicksal des Weltraumteleskops Hubble längst beschlossene Sache, doch nun hat die Nasa sich anders entschieden, eine Space Shuttle Crew soll das Teleskop reparieren.

Noch wenige Monate zuvor galt es als sicher, dass das Weltraumteleskop Hubble nicht mehr repariert werden soll, da die Nasa keinen Reparaturflug mit ihren alten Shuttles riskieren wollte, doch nun hat man es sich offenbar anders überlegt.
Nasa-Direktor Michael Griffin verkündete am Dienstag im Goddard Space Flight Center bei Washington, dass man das Hubble Teleskop nun doch retten wolle, da die Wiederaufnahme der Shuttle Flüge gut verlaufen sei, ist man zuversichtlich das Teleskop doch noch auf die sichere Art reparieren zu können, ein gewisses Risiko sei immer bei Weltraumflügen existent, doch das Hubble Teleskop wäre einfach zu wichtig, so dass diese Mission die richtige Entscheidung ist.

Diese Mission soll der Nasa zufolge zwischen Frühjahr und Herbst 2008 starten, sie wird circa elf Tage dauern und umgerechnet circa 700 Millionen Euro kosten, anschließend könnte das Teleskop noch bis 2013 in Betrieb bleiben.

Beim Hubble Teleskop gilt es dringend neue Batterien und Teile der Kreiselstabilisatoren auszuwechseln, auch weitere „Features“ sollen installiert werden, damit das Teleskop zukunftstauglich ist.
Die Features sind eine „Wide Field Camera 3“ für Beobachtungen im Bereich des infraroten und ultravioletten Lichtes und ein „Cosmic Origins Spectrograph“, welcher für die Beobachtung und Studien der Baryonen unerlässlich ist. Baryonen sind Bausteine von Atomen. Diese beiden Instrumente kosten rund 157 Millionen Euro, liegen jedoch schon seit Jahren für den Einbau bereit.

Das Weltraumteleskop Hubble ist nun schon seit 16 Jahren in der Umlaufbahn, aus 600 Kilometern Höhe beobachtet es das Universum und versorgte uns mit Bildern über ferne Galaxien, sterbende Sonnen und Schwarze Löcher.
Dank des Teleskops konnte die Existenz von Schwarzen Löchern überhaupt erst bewiesen werden, auch das ungefähre Alter des Universums ließ sich mit seiner Hilfe bestimmen.

Das Observatorium wurde nach dem US-Astronomen Edwin Hubble benannt und gemeinsam von der US-Raumfahrtsbehörde Nasa und dem europäischen Pendant Esa entwickelt, die Raumfähre „Discovery“ brachte das Teleskop am 24. April 1990 in den Orbit, es ist circa elf Tonnen schwer, 13 Meter lang und in 96 Minuten umkreist es einmal komplett die Erde. Sein Hauptspiegel hat einen Durchmesser von 2,4 Meter und wird durch Solarzellen mit Energie versorgt.
Jedoch wurden bereits kurz nach Inbetriebnahme schwere Mängel entdeckt, es stellt sich heraus, dass der Hauptspiegel falsch geschliffen wurde, was verschwommene Bilder zur Folge hatte, doch durch die Reparatur Mission der „Endeavour“ 1993 konnten die meisten Mängel behoben werden, indem es sozusagen eine Brille bekam, also eine Korrekturoptik, die den „Sehfehler“ des Hubble Teleskops korrigierte.





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