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11.04.2006„Venus-Express“ ist angekommen!     

153 Tage hat die Reise gedauert, dabei hat diese Weltraumsonde insgesamt ca. 400 Millionen Kilometer zurückgelegt, welche am 09.Novemeber 2005 begonnen hatte.

Heute Morgen ist die Sonde on die Umlaufbahn gelangt, in dem sie für die Dauer von 50 Minuten ihr Haupttriebwerk gezündet hat.
Mit dieser Zündung verlangsamte sie ihre Geschwindigkeit von 29.000 auf 25.000 km/h und konnte damit vom Gravitationsfeld des Planetoiden erfasst werden.

Das Manöver wurde ausgeführt vom ESA-Kontrollzentrum in Darmstadt, auch in den nächsten Wochen, wird die Sonde „Venus-Express“ weitere Missionen abschließen müssen.

Die Sonde befindet sich in einer elliptischen Bahn mit neuntägigem Umlauf, hier wird sie zweit Venustag zur Beobachtung verbringen, welches immerhin 486 Tage unserer Zeitrechnung entspricht.

Doch dies ist nur ein weiteres Kapitel von den vielen Erfolgen, die die ESA bereits verbuchen konnte, so hat sie unter anderem schon die „Mars-Express“ Sonde, den „SMART-1“ um den Mond und in Zusammenarbeit mit der NASA, die Sonde „Cassini“ um den Saturn zum Einsatz geschickt.
Außerdem noch den Kometenjäger „Rosetta“, der im Jahre 2014 voraussichtlich den Kometen 67P/Tschurjumow-Gerasimenko erreichen soll, damit diese Sonde als erste überhaupt den Kern eines Kometen umrunden wird, erwähnenswert wäre auch noch die Sonde „BepiColombo“ zum Merkur, dessen Mission ca. 2013 beginnen soll, damit die Untersuchung dieses Planeten komplettiert werden kann.

Einige werden sicherlich fragen, wofür dies alles gut sein soll, doch hier hat der ESA-Generalsekretär Jean-Jacques Dordain für uns eine Antwort:
“Um unseren eigenen Planten besser zu verstehen, müssen wir andere Welten erforschen, vor allem diejenigen, mit einer Atmosphäre“.
Ferner spricht er davon, dass durch die Beobachtung anderer Atmosphären unser Verständnis für die Mechanismen der Atmosphäre der Erde expandiert werden können.

Zusammengefasst ein Thema, welches eigentlich immer hoch aktuell ist und grade in den Zeiten der globalen Erwärmung, könnten diese Zusatzinformationen allen Bürgern zugute kommen.














SATURNMOND 18.10.2006

Mysteriöser Fleck auf dem Titan-Mond

Ein seltsamer heller Fleck auf dem Saturn-Mond Titan ist Astronomen immer noch rätselhaft, einer von ihnen behauptet, dass dieser Fleck die Wolke eines ausbrechenden Eisvulkans sei, andere halten diese Theorie für unhaltbar.

Im Juli 2004 entdeckte die Raumsonde „Cassini“ in der Atmosphäre des Titan-Mondes einen hellen Fleck, man mutmaßte vieles, doch eine genaue Erklärung konnte nicht gefunden werden.

Der rätselhafte Fleck erstreckt sich über einen Durchmesser von 400 Kilometer südöstlich der größeren Region „Xanadu“.

Der US-Astronom Robert Nelson behauptete, dass laut der Daten der Raumsonde „Cassini“ dies ein Vulkan sei. Vulkane waren schon nach früheren Radarmessungen vermutet worden, ob dieser jedoch aktiv ist, konnte bislang jedoch nicht bewiesen werden.

Ferner behauptete Robert Nelson auf einer Tagung der American Astronomical Society, dass diese Aufhellungen Eruptionen des Vulkanes anzeigen:

"Der Titan-Fleck wird immer wieder heller und dunkler: Im März 2005 leuchtete er doppelt so hell wie bei seiner Entdeckung im Sommer 2004. Bis zum November 2005 dimmte er sich wieder auf seine einstige Helligkeit ab, einen Monat später strahlte er schon wieder stärker. Während der helleren Phasen wuchs der Fleck immer auch auf die doppelte Fläche an: von 70.000 auf 140.000 Quadratkilometer.“

Doch bewiesen ist diese Theorie natürlich nicht, „eine Wolke könne es nicht sein“ meinte Astronom Nelson vom Jet Propulsion Laboratory. „Wolken würden sich innerhalb von Stunden oder Tagen auflösen und markante Farben haben. Auch Bodennebel schließt der Planetenforscher aus.“

Weiterhin wird diese Vulkantheorie jedoch längst nicht von allen Forschern unterstützt, Robert Brown, einer der Leiter der „Cassini-Huygens-Mission“, hält diese Schwankungen der Lichtintensität für eine „Illusion, die durch Dunst in der Atmosphäre des Titans hervorgerufen wurde".

Abschließend gibt es keine stichhaltigen Beweise für aktive Vulkane auf dem Titan und die meisten Forscher behalten zwar diese Erklärung im Hintergrund, forschen jedoch nach einem anderen Erklärungsmodell.

Der deutsche Kollege Ralf Jaumann vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt, der mit Nelson zusammenarbeitet, ist aber ebenfalls überzeugt davon, dass Atmosphärischen Effekte wie Wolken auf jeden Fall auszuschließen seien.

Die Raumsonde „Cassini“ konnte leider noch nicht nah genug an das Objekt herankommen, um die Vulkantheorie endgültig zu verifizieren. Für dieses Phänomen gäbe es auf Grundlage der Naturgesetze eben nur den „Wassereisvulanismus“, der dieses Phänomen beschreiben würde:

Demnach würde aus dem Vulkan Wassereis herausgeschleudert - daher die Aufhellung des Flecks. Das gefrorene Wasser entweiche dann aber in die Atmosphäre oder werde durch Dreck überdeckt - und der Fleck wird wieder dunkler.

Abschließend ist und bleibt dies aber nur eine Theorie, vielleicht handelt es sich ja auch um ein ganz neues Phänomen, welches auf der Erde bzw. deren Mond nicht vorkommt?







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