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04.07.2005Deep Impact trifft auf Kometen Tempel 1    

Das Geschoss des Sonde Deep Impact hat heute kurz vor 8:00 Uhr, den 133 Millionen Kilometer von den Erde entfernten Kometen Tempel 1 präzise getroffen, und schlug einen riesigen Krater in den Kometen. Die Wissenschaftler hoffen so einen Blick auf die Entstehung unseres Sonnensystems zu erhalten.

Das unter irdischen Bedingungen 372 Kilogramm schwere Kupfergeschoss hatte die Größe eines Kühlschranks, das mit 37.000 Kilometern pro Stunde in Richtung des Kometen raste. Es erzeugte beim Aufprall einen grellen Lichtblitz, der von Observatorien auf der ganzen Welt registriert wurde. Bei der Kollision wurde eine Energiemenge vergleichbar mit der Sprengkraft von fünf Tonnen TNT frei.

Die Explosion schleuderte eine Wolke aus Eis, Gestein und Staub ins All, welches verraten soll, wie das Sonnensystem vor ca. 4,5 Milliarden Jahren entstanden ist. Man vermutet in Kometen eingeschlossenes Urmaterial aus eben dieser Zeit, aus welchem die Planeten unseres Sonnensystems entstanden sind. Wenn die Wolke im All verflogen ist, wird die Deep Impact ebenfalls einen Blick in den entstandenen Krater werfen, welcher nach Berechnungen der NASA-Wissenschaftler die Größe eines Fußballfeldes haben soll.

Das Geschoss sendete noch bis 3,7 Sekunden vor dem Einschlag hoch auflösende Digitalbilder des Kometen. Die kartoffelförmige Oberfläche des Kometen, welche eine Länge von 14 Kilometern hat, wurde so in feinsten Details eingefangen. Die Nasa-Wissenschaftler erhielten alle erhofften Daten, die die rund 275 Millionen Euro teure Mission liefern sollte. Beispielsweise wurde bestätigt, dass Kometen nicht porös sind, sondern bedeutend fester.

Die europäische Kometensonde Rosetta, die sich im Jahr 2014 an einen Kometen nähern, und auf ihm ein Landegerät absetzen soll, funkte zehn Minuten nach dem Aufprall als erste Daten zur Erde. Sie war zu diesem Zeitpunkt nach Angaben des europäischen Raumfahrtkontrollzentrums Esoc in Darmstadt nur 80 Millionen Kilometer von Deep Impact entfernt. Neben Rosetta wurde das Röntgen-Observatorium XMM-Newton, sowie das Weltraumteleskop Hubble zur Beobachtung eingesetzt. Auch irdische Observatorien, wie zum Beispiel die der Europäischen Südsternwarte ESO. Sie verfügen im Infrarot- und im optischen Bereich über die besten Instrumente auf der Erde.






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